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"Kompakt bydavidson": Reife Kirschen braucht die Haut

Die Kirsche gehört zu den ersten süßen Verlockungen des Sommers. Wenn sie jedoch einmal geerntet sind, währt die Haltbarkeit nur kurz. Daher landen zahlreiche Kirschen schnell im Biomüll, vollkommen unschuldig und doch noch zu Höherem berufen.

Kirschen strotzen förmlich vor Vitaminen, wie Vitamin A, Vitamin B1 und B2, Vitamin C, außerdem enthalten sie viel Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium. Ihre rote Farbe verleihen ihr die Anthocyane, die mit dieser Färbung sich selbst vor dem UV-Licht, das zur Zerstörung ihrer Zelle führen könnte, schützt.

Daher, bevor Sie schrumpelige Kirschen entsorgen, denken Sie daran: „Es geht nicht um die Hülle, die wahren Werte verbergen sich im Inneren!“

Beauty-Behandlungen mit der Kirsche sind sehr einfach und effizient. Kirschen entkernen, von den Stielen befreien und entweder einfach mit einer Gabel zerdrücken oder im Mixer pürieren. Diese Fruchtmasse kann als Kirschen Fruchtsäure-Peeling angewendet werden. Sie löst abgestorbene Zellschichten, spendet Feuchtigkeit und glättet Falten. Auch bei Pigmentstörungen kann die Säure die Bildung von zu viel Melanin verhindern. Achtung! Nach dem Kirschen-Fruchtsäurepeeling nicht sofort in die Sonne gehen.

Für eine anspruchsvolle Kirschen-Gesichtsmaske mischt man die pürierte Kirschen mit Joghurt (bei trockener Haut), Sauerrahm (bei unreiner Haut), Topfen (bei irritierter Haut) oder mit Schlagobers (bei reifer Haut), so dass eine homogene Masse entsteht. Diese Maske auf Gesicht, Dekolleté und Hals auftragen und ca. 10 Minuten einwirken lassen. Nach der Einwirkzeit sanft mit lauwarmen Wasser abwaschen und darauf achten, dass keine Reste am Haaransatz kleben bleiben.

Aber auch die Kerne und die Stiele sind nicht für den Biomüll bestimmt. Kerne einfach gut abwaschen, trocknen. Bei Verspannungen oder Linderung von Krämpfen, die Kerne im Backofen oder in der Mikrowelle erwärmen, in einen Socken oder Polsterbezug füllen und auf die betroffene Stelle geben. Kirschenkerne speichern Wärme sehr lange und geben diese langsam und kontinuierlich ab.

Die Stiele wurden früher gut getrocknet und in der kalten Jahreszeit bei starkem Husten als Kirschenstiel-Tee getrunken. Sie sollen nicht nur Reizhusten lindernd sondern auch entwässernd sein. Kräuterpfarrer Weidinger empfahl zwei getrocknete EL Kirschenstiele mit ¼ kochendem Wasser zu überbrühen, zudecken und 15 Minuten ziehen lassen. Früh und abends eine Tasse Tee trinken.

 

Wie wir sehen, es muss nicht immer die junge Kirschblüte sein die einen begeistert, auch eine reife Frucht kann einiges.   

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